Um bei Designprojekten eine erfolgsorientierte Ausrichtung zu gewährleisten, haben wir unsere Vorgehensweise in einem Designprozess strukturiert. Der Umfang eines solchen Prozesses richtet sich stark nach der Größe und Komplexität des Unternehmens bzw. des jeweiligen Projektes. Bei kleineren Unternehmen können einige Schritte zusammengefasst werden, und bei größeren Unternehmen kann es vorkommen, dass der gesamte Ablauf wesentlich umfangreicher und zeitintensiver ausfällt.

Die Fünf Phasen des Designprozesses

Phase 1: [Analyse]
Die erste Phase dient dazu, gemeinsam das Unternehmensprofil und die Unternehmensziele zu formulieren. Dafür ist es wichtig, einen Ansprechpartner auf Kundenseite zu haben, der das Unternehmen in klaren Worten beschreiben kann. Außerdem betrachten wir die Markt- und Konkurrenzsituation, die bestehende Kommunikationsstrategie und die anvisierte Zielgruppe. Für die weiteren Phasen ist es erforderlich, das hier definierte Ziel genau vor Augen zu haben. Nur wenn wir die Unternehmensattribute und die angestrebte Marktpositionierung genau kennen, können wir eine erfolgreiche Strategie erarbeiten.

Phase 2: [Designkonzept]
Im Anschluss an Phase 1 sind wir in der Lage, erste Vorschläge für das Designkonzept anzufertigen. Dabei zählt für uns Qualität und nicht Quantität. Wir sehen unsere Aufgabe auch darin, die Auswahl auf das einzuengen, was wir ausgehend von unserer Erfahrung für die beste Lösung halten. Anstatt einer Vielzahl von Möglichkeiten präsentieren wir unseren Kunden ein oder zwei ausgereifte Konzepte. Zur Veranschaulichung unseres gedanklichen Prozesses zeigen wir noch eine Reihe von nicht ausgearbeiteten Entwürfen und stellen uns der Diskussion mit unserem Kunden.

Phase 3: [Design]
In dieser Phase überprüfen wir, welche Bereiche des Designs noch überarbeitet werden müssen. Dabei legen wir sehr viel Wert auf die Meinung unseres Kunden oder seines Teams. Das übergeordnete Ziel besteht für uns allerdings darin, eine gemeinsame Lösung für die geschäftliche Herausforderung zu finden. Wir berücksichtigen berechtigte Kritik und verbessern unseren Entwurf, bis das Gesamtsystem Form annimmt - sei es ein neues Corporate Design, eine Serie von Printmaterialien oder ein Internetauftritt.

Phase 4 [Ausarbeitung]
Wenn die Kernelemente des Designs bestimmt sind, beginnen wir damit, ein Designtoolkit auszuarbeiten. Wir überlegen, auf welche Situationen und Medien das Design auch außerhalb des laufenden Projektes angewendet werden könnte. Dabei achten wir darauf, dass unsere Arbeit flexibel und erweiterbar bleibt. In dieser Phase bestimmen wir die Designarchitektur; darunter auch die sekundären Elemente Farbe, Linie und Form, sekundäre Typografie und Größenabstufungen. Alle diese Elemente als Ganzes entscheiden über das Erscheinungsbild. Sie bilden das Toolkit, mit dessen Hilfe das Design auch auf zukünftige Materialien übertragen werden kann.

Phase 5: [Corporate-Design-Manual]
Wichtig ist es, die Prinzipien und Elemente Ihres Designauftritts für Mitarbeiter, Partner und Dienstleister zu erklären. Wir erarbeiten konkrete Anwendungsrichtlinien und sammeln diese in Form einer Broschüre, eines Corporate-Design-Handbuches oder auch als Präsentation für das Internet. Anschließend halten unsere Kunden alles in der Hand, was sie für die Aufrechterhaltung und Pflege ihrer Unternehmensidentität benötigen. Nach einem Corporate-Designprozess bleiben wir auch gerne als Berater aktiv, um die künftige Weiterentwicklung zu begleiten und übernehmen gegebenenfalls auch das Designmanagement für unsere Kunden.


Inhalt

  1. Begriffsdefinition
  2. Welches sind die Ziele und Chancen von Corporate Design?
  3. Lebensdauer von Corporate Design
  4. Designprozess
  5. Was gibt es zu beachten?


Autor: Yves Nottebrock